Die Brücke

„Give up, stop shooting! We don’t fight kids! Go home or go to kindergarden!“
Die Brücke Poster
Die Brücke gehört neben Im Westen nichts Neues zu den Meilensteinen der klassischen Anti-Kriegsfilme – ein grandioses Meisterwerk, das auch nach über 50 Jahren tief berührt.

Die Story im Überblick

Deutschland, 1945: Es ist kurz vor Kriegsende, doch in einer Kleinstadt im Bayerischen Wald werden sieben Jungen eingezogen. Sie sollen die näher rückenden Amerikaner bekämpfen und eine kleine Brücke verteidigen.

Zunächst erfüllen die Jungs ihre Aufgabe voller Enthusiasmus, doch als einer nach dem anderen sein Leben verliert, wird die Sinnlosigkeit des Befehls immer klarer – denn die Brücke hat eigentlich gar keinen strategischen Wert. Nur einer von ihnen wird überleben

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Bernhard Wickis Die Brücke gehört zweifelsohne zu einem der ganz Großen des Deutschen Kinos, nicht umsonst erhielt er neben dem Golden Globe und dem Deutschen Filmpreis noch zahlreiche andere nationale und internationale Auszeichnungen.

Wie kaum ein anderer Kriegsfilm führt dieser Streifen die Absurdität und Perversion der nationalsozialistischen Ideologie vor Augen – und das mit einer beeindruckenden Sachlichkeit. Wo Genrekollegen gerne einmal in Drama-Kitsch abdriften, schafft es Die Brücke die Schrecken dieses Krieges eindrucksvoll und authentisch zu vermitteln, ohne jeglichen Pathos aufkommen zu lassen oder die historischen Fakten zu verzerren.

Das ist alles andere als selbstverständlich, wurde die deutsche Kinolandschaft in den 50er Jahren doch vor allem von schnulzig-schwülstigen Heimatfilmen dominiert.

Obwohl Die Brücke auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Manfred Gregor beruht, zeigt der Spielfilm keinesfalls „nur“ ein Einzelschicksal. Überall in Deutschland wurden noch kurz vor Kriegsende tausende Hitlerjungen zum Dienst an die Waffe berufen, die unerfahren und verblendet durch falschen Patriotismus ihr Leben verloren. Ein Thema, das auch heute noch von trauriger Aktualität ist.

Unser Fazit zu Die Brücke

Die Brücke ist das, was Filme wie zum Beispiel Napola gerne sein wollen, in Sachen Authentizität und Intensität aber nicht einmal annähernd können.

Ein absoluter Pflichtkauf für alle, die sich ernsthaft mit der Ära des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzen möchten.

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