Der schmale Grat

„Warum herrscht dieser Krieg im Herzen der Natur? Warum bekriegt die Natur sich selbst? Kämpft das Land gegen die See? Gibt es eine rächende Kraft in der Natur? Nicht nur eine Kraft, sondern zwei?“

Der schmale Grat Poster

Die Story im Überblick

Westpazifik, 1942: Die Salomonen Insel Guadalcanal nimmt im amerikanisch-japanischen Krieg eine strategisch wichtige Position ein, deswegen müssen die USA ein weiteres Vordringen der Japaner um jeden Preis verhindern.

Die Ankunft der US-Soldaten beginnt noch recht beschaulich, als sie jedoch versuchen die entscheidende Anhöhe des Berges zu erobern, beginnt ein zermürbender Kampf, in dem einer nach dem anderen sein Leben verliert

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Anders als die meisten Kriegsfilme präsentiert Der schmale Grat kaum actiongeladenes Gemetzel. Wer Massenkampfszenen á la Der Soldat James Ryan erwartet, wird keine finden.

Das klingt zunächst eher mau – tatsächlich hat Regisseur Terrence Malick mit diesem Streifen jedoch einen der beeindruckendsten und gleichzeitig irritierendsten Vertreter des Genres Kriegsfilm geschaffen.

Hier geht es nicht um die militärische Schlacht, stattdessen steht das ganz persönliche Innenleben eines jeden Soldaten im Mittelpunkt. Wie im wirklichen Krieg auch, gibt es dabei keinen echten Hauptdarsteller.

Der Film erlaubt Einsichten in die Psyche verschiedener Protagonisten und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Ängste und Selbstzweifel, das Hinterfragen der Gewalt, die Sehnsucht nach Anerkennung und Ruhm, die Hoffnungslosigkeit, aber auch Freundschaft und Kameradschaft.

Im Kontrast zum Krieg und dem Niedergang der menschlichen Psyche, stehen immer wieder beeindruckende Aufnahmen einer unberührten Natur, die die wahre „Hauptrolle“ in diesem Film zu übernehmen scheint und im krassen Gegensatz zu der Gewalt steht, die von den Menschen in sie hineingetragen wird.

Actionfanatiker mag dies zuweilen ungeduldig mit dem Fuß scharren lassen – tatsächlich liegt hier aber die wahre Stärke des Films: Irgendwo zwischen den Sinnfragen des Lebens konfrontiert Der schmale Grat mit den Extremen aus Ruhe und Chaos.

Dass dieser Kriegsfilm so großartig gelungen ist, mag nicht zuletzt auch an der Besetzung liegen, die bis in die kleinsten Nebenrollen mit einem beachtlichen Staraufgebot glänzt: Neben Sean Penn (Die Verdammten des Krieges, Ich bin Sam), Adrian Brody (Der Pianist, The Village) und John Travolta (Pulp Fiction, Be Cool) sind auch Jared Leto (Fight Club, American Psycho), John Cusack (High Fidelity, Identität), Woody Harrelson (Natural Born Killers, Zombieland), Nick Nolte (Hulk, Herr der Gezeiten) und George Clooney (Oceans 11-13, Up in the Air) mit dabei.

Unser Fazit zu Der schmale Grat

Der schmale Grat ist ein Kriegsfilm, der mit leiser und einfühlsamer Stimme spricht – ohne allerdings je ins Sentimentale abzurutschen. Ein anspruchsvoller Streifen für das entsprechende Publikum!

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