Catch-22: Der böse Trick

Catch-22 Poster
Catch-22 zeigt den Krieg als absurd grotesken Irrsinn – und kommt der Realität damit vielleicht näher als jeder andere Genrevertreter. Ein Kriegsfilm der etwas anderen Art!

Die Story im Überblick

1944, eine Insel im Mittelmeer: Auf einer amerikanischen Bomberpilotenstaffel tümmeln sich allerhand verrückte Gestalten:

Da ist Major Denby, der sich sein Gehalt mit den Einnahmen aus dem Schwarzmarkt aufbessert. Die verführerischen Krankenschwestern, die sich liebevoll um die Verwundeten kümmern. Der Pilot, der nichts lieber täte, als zu desertieren – und jede Menge anderer Menschen voller Zweifel und Ängste angesichts eines grausamen und brutalen Krieges.

Einer von ihnen ist Captain Yossarian: Er hat die Nase vom Krieg gestrichen voll und will abhauen, doch seine einzige Möglichkeit ist der Trick „Catch-22“: Nur wer verrückt ist, kann sich für fluguntauglich erklären lassen.

Eine furchtbare Zwickmühle, denn wer sich selbst für verrückt erklärt, kann nicht verrückt sein, weil nur Verrückte einen Bombeneinsatz fliegen würden. Also setzt Yossarian alles daran, damit ihn die anderen für verrückt erklären

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Mike Nichols bissige Satire Catch-22 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joseph Heller und ist neben MASH einer der ganz wenigen Genrevertreter, die sich des Themas Krieg mit einer gehörigen Portion Satire und Zynismus nähern.

Sämtliche Charaktere sind grotesk überzogen und vollkommen verrückt – jedoch nur, weil der Krieg sie dazu gemacht hat. Wenn Protagonist Yossarian mit allen Mitteln versucht, von seiner Verrücktheit zu überzeugen und sich dabei auch der allerpeinlichsten Aktionen bedient, kann man sich vor Lachen nicht mehr halten. Doch das Lachen bleibt einem letztendlich im Halse stecken – spätestens, als er wirklich wahnsinnig wird.

Auch der geneigte Zuschauer hat manchmal alle Mühe, nicht den Verstand zu verlieren, denn die Erzähltechnik ist so verschachtelt und mit Rückblenden und Einschüben gespickt, dass man schnell einmal den Überblick verliert. Aber genau das macht den Charme dieses Kriegsfilmes aus.

Auch die Besetzung ist ein wirklicher Treffer: Neben Kriegsfilm-Veteran Martin Sheen (Apocalypse Now, Departed – Unter Feinden) sind auch Alan Arkin (Noel, Little Miss Sunshine) und sogar Orson Welles (Citizen Kane, Der Dritte Mann) höchstpersönlich mit dabei.

Unser Fazit zu Catch-22: Der böse Trick

Catch-22 ist ein Kriegsfilm über den grotesken Wahnsinn des Krieges und seiner Beteiligten. Wer skurrile Dialoge liebt und Happy Ends hasst, sollte sich diesen Streifen nicht entgehen lassen!

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