Zwischen Himmel und Hölle

Zwischen Himmel und Hölle Poster
Nach Platoon und Geboren am 4. Juli vollendet Oliver Stone mit Zwischen Himmel und Hölle seine Vietnam-Trilogie – dieses Mal aus der Sicht einer jungen Vietnamesin.

Die Story im Überblick

Vietnam, 1965: Le Ly lebt mit ihrer Familie in Vietnam. Als 1965 die ersten US-Soldaten im Reisfeld ihres Vaters landen, ist sie gerade einmal 12 – und ihr Leben verändert sich für immer.

Sie muss nicht nur mitansehen, wir ihr Land von Krieg und Terror zerstört wird, sie wird gefoltert, vergewaltigt und verstoßen. Als Prostituierte flüchtet sie nach Saigon, wo sie den amerikanischen GI Steve Butler kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten und gehen nach San Diego.

Doch das vermeintliche Paradies entpuppt sich schnell als Albtraum: Nicht Wohlstand und Glück, sondern Rassismus und Ablehnung von Seiten der amerikanischen Bevölkerung bestimmen ihren Alltag. Auch ihre Ehe scheitert: Steve ist vom Krieg psychisch so traumatisiert, dass er sich schließlich das Leben nimmt. Von nun an muss Le Ly ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Zwischen Himmel und Hölle basiert auf der wahren Geschichte von Le Ly Hayslip, deren Kampf um Freiheit und Liebe, gegen Rassismus und Diskriminierung in Stones letztem Kriegsepos auf beeindruckende Weise umgesetzt wurde.

Dieser Kriegsfilm, der jegliches Kampfgeschehen beinahe vollkommen außen vorlässt, konzentriert sich ganz auf die Menschen, die diesen Krieg durchlaufen haben. Dabei wird klar, dass es kein Gut und Böse, keinen Täter, allemal Opfer gibt.

Neben Tommy Lee Jones (Im Tal von Elah, No Country for Old Men) alias GI Butler wird dieser Film vor allem durch die bis dahin vollkommen unbekannte vietnamesisch-amerikanische Schauspielerin Hiep Thi Le getragen, die das Kriegsgeschehen stellvertretend für alle Vietnamesen aus Sicht der Bevölkerung vor Augen führt.

Regisseur Stone kämpfte selbst in Vietnam und wurde schwer verwundet – sicherlich muss die Geschichte aus der Perspektive der Vietnamesen daher alles andere als leicht gewesen sein, galt es doch, sich auch in ihre Verwundung und Gefühle hinein zu versetzen. Klar ist jedoch: Es ist ihm gelungen.

Auch wenn es zeitweise etwas irritiert, wie er – ähnlich wie bei JFK oder Natural Born Killers – ständig zwischen Schwarzweiß- und Farbaufnahmen sowie grellen Lichteffekten hin und her springt – Zwischen Himmel und Hölle ist ein hervorragender Kriegsfilm, der in jeder einzelnen Minute überzeugen kann.

Unser Fazit zu Zwischen Himmel und Hölle

Dieser Kriegsfilm ist ein bildgewaltiges Meisterwerk. Zwischen Himmel und Hölle ist einer der ganz wenigen Hollywood-Streifen, die die Ereignisse aus der Sicht der Vietnamesen schildern und allein deswegen ein absolutes Muss für alle, die sich für das Genre Kriegsfilm begeistern!

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