Rambo – First Blood

„Sie haben mich nicht verstanden. Ich soll nicht Rambo vor ihnen schützen. Ich komme her, um sie vor ihm zu schützen.“
Rambo - First Blood Poster
Rambo steht seit über 20 Jahren als Synonym für einen schießwütigen Macho – zu Unrecht, denn Teil 1 der Trilogie um Sylvester Stallone ist alles andere als ein hirnloser Actionstreifen.

Die Story im Überblick

USA, 1982: John Rambo ist in einem öden Provinznest auf der Suche nach seinem Kameraden, mit dem er zusammen im Vietnam in einer Spezialeinheit gekämpft hat. Die Polizei hält den hoch dekorierten Vietnamveteranen fälschlicherweise für einen Obdachlosen und nimmt ihn fest. Der sadistische Polizeichef lässt keine Gelegenheit aus, um seinen Gefangenen auf brutalste Weise zu quälen – und ahnt nicht, dass er es mit einer tickenden Zeitbombe zu tun hat. An seine traumatische Gefangenschaft in Vietnam erinnert, entflieht Rambo dem kleinen Ortsgefängnis und rast mit einem gestohlenen Motorrad in Richtung Berge, wo er sich immer mehr von der Realität entfernt und Gegenwart und Vergangenheit miteinander verschwimmen. Er nutzt sein Können aus der Spezialausbildung, um sich mit jedem Mittel gegen seinen Peiniger zu verteidigen. Rambos ehemaliger Vorgesetzter, Colonel Trautman, wird zu Hilfe gerufen, aber auch er kann Rambo nicht von seinem blutigen Feldzug abhalten

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Auch wenn die Storyline auf den ersten Blick wie ein platter 08/15-Actioner erscheint, das von Silvester Stallone geschriebene Drehbuch hat einiges zu bieten: Rambo setzt sich mit der fehlenden Integration ehemaliger Vietnamveteranen in der amerikanischen Gesellschaft auseinander und steht damit in einer Reihe mit Streifen wie Geboren am 4. Juli oder Zwischen Himmel und Hölle. Natürlich ist Rambo actionlastiger, dennoch wird eine für Hollywood-Verhältnisse recht sozialkritische Thematik aufgegriffen: Glaubten amerikanische Soldaten an der Front in Vietnam noch für eine gerechte Sache zu kämpfen, erhielten sie zurück in der Heimat nur wenig Unterstützung, wurden von der Friedensbewegung verteufelt und mit ihren traumatischen Erlebnissen alleine gelassen. Vielen gelang es nicht mehr, in der zivilen Gesellschaf Fuß zu fassen. Heute geht man sogar davon aus, dass etwa 40 Prozent der obdachlosen Amerikaner ehemalige Vietnamveteranen sind.

Dass dieser Kriegsfilm an manchen Stellen zu wenig Tiefe zeigt, liegt nicht am Drehbuch, sondern vielmehr an der Inszenierung von Regisseur Ted Kotcheff, der dann wohl doch nicht ganz auf eine gewisse Dosis Pathos verzichten konnte. Stallone hingegen macht seine Sache gut und beweist in diesem Streifen, dass er durchaus mehr drauf hat, als nur Maschinengewehre zu schwenken. Wenn er als Rambo gegen Ende des Films zusammenbricht, kann man zweifelsohne von einem der bewegendsten Szenen der Filmgeschichte sprechen.

Unser Fazit zu Rambo – First Blood

Trotz einer manchmal zu actionlastigen Inszenierung kann Rambo auf ein hervorragendes Drehbuch und exzellente Darsteller setzen – entstanden ist eine überzeugende Charakterstudie, die man auf keinen Fall mit seinen Nachfolgern Rambo II und Rambo III in einen Topf werfen darf!

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