Good Morning Vietnam

„Gooooood … Morning, Vietnam!“
Good Morning Vietnam Poster

Die Story im Überblick

Saigon 1965: Die Stimmung der Soldaten in Saigon (Vietnam) ist auf dem Tiefpunkt angelangt. Das Wetter ist heiß und der Vietcong lauert hinter jeder Ecke. Mitten in diese Kriegshölle wird der junge Radiomoderator Adrian Cronauer geschickt, um den Soldaten wieder ordentlich Feuer unter dem Hintern zu machen – und hat damit vollen Erfolg.

Über Nacht wird er zum absoluten Star, seine respektlosen Sprüche und der Rock’n’Roll aus der Heimat bringen endlich wieder Abwechslung in den tristen Kriegsalltag. Auch Adrian fühlt sich prima, die GIs vergöttern ihn und der Krieg scheint weit weg …

Doch seine Vorgesetzten sind alles andere als begeistert, ihnen missfällt seine subversive Art und sie fürchten um ihre Autorität, denn Adrian sagt Dinge, die ein patriotischer Amerikaner lieber nicht sagt. Immer wieder muss Adrian für den Erhalt seiner Sendung und gegen die Zensur der amerikanischen Regierung kämpfen.

Als er sich schließlich mit vietnamesischen Zivilisten anfreundet und zwischen die Fronten gerät, wird ihm wirklich bewusst, dass der Krieg alles andere als weit weg ist: Er befindet sich mittendrin

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Good Morning Vietnam basiert auf einer wahren Begebenheit. Die Biografie des AFN-Moderators Adrian Cronauer lieferte die Grundlage für das Drehbuch. Anders als bei vielen anderen Kriegsfilmen stellt dieser Streifen nicht die Kampfszenen in den Mittelpunkt, sondern konzentriert sich vollkommen auf das Leben der Soldaten und der Zivilbevölkerung – und mittendrin ein Protagonist, der eigentlich auf gar keiner der beiden Seiten stehen will.

Bekannt ist vor allem die Passage, in der eine Bombenexplosion von Louis Armstrongs unvergesslichem „What a Wonderful World“ unterlegt wird – diese Szenen dürften wohl im Gedächtnis eines jeden Cineasten hängen bleiben. Nie hat ein Kriegsfilm die Absurdität und Perversion dieses Konflikts besser vor Augen geführt, als diese Bilder in Good Morning Vietnam. Der zugehörige Soundtrack ist sehr zu empfehlen: Rock’n’Roll- Feeling garantiert!

Bei der Besetzung Cronauers bewies Regisseur Barry Levinson ein glückliches Händchen: Der damals noch unbekannte Robin Williams (Noel, Mrs. Doubfire) gibt einen wunderbaren Radiomoderator ab, der mit seiner respektlosen und gleichzeitig naiven Art versucht, den jungen Soldaten an der Front den Schrecken und Irrsinn des Krieges etwas erträglicher zu machen. Wenn er sich dabei bis zur Selbstaufgabe aufreibt und immer nur das Gute im Menschen sehen will, schwankt der geneigte Zuschauer immer wieder zwischen Lachen und Weinen. Offene, ironische Sticheleien gegen den sturen Bürokratismus und die Propaganda der Amerikaner tun ihr Übriges, um einen vollkommen für Williams alias Cronauer einzunehmen – nicht umsonst folgten ein Golden Globe und eine Oscarnominierung.

Unser Fazit zu Good Morning Vietnam

Good Morning Vietnam ist ansprechende Unterhaltung für ein entsprechendes Publikum. Wer einmal einen Kriegsfilm außerhalb der üblichen Soldatenperspektive sehen möchte, sollte sich diesen Streifen unbedingt zulegen.

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