Die Verdammten des Krieges

Die Verdammten des Krieges Poster

Die Story im Überblick

Vietnam, 1969: Sergeant Meserve kämpft mit vollem Einsatz für sich und seine Männer in Vietnam. Pausenloser Kugelhagel und ein zermürbender Kampf mit dem Vietkong strapazieren die GIs bis aufs Äußerste, da fasst Meserve zur allgemeinen „Aufheiterung“ der Truppe einen brutalen Plan: Sie sollen ein vietnamesisches Mädchen entführen und vergewaltigen.

Einzig der junge Gefreite Eriksson ist entsetzt und widersetzt sich, doch er kann die Tat nicht verhindern und muss schließlich mitansehen, wie sich die Soldaten einer nach dem anderen an der Frau vergehen und sie ermorden.

Als er die Tat nach Beendigung des Einsatzes bei den Militäroberen zur Anklage bringen will, versucht das Militär, die Angelegenheit unter den Teppich zu kehren

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Die Verdammten des Krieges aus der Hand von Regisseur Brian De Palma beruht auf einer wahren Begebenheit: Dieses Verbrechen ereignete sich tatsächlich in Vietnam und wurde erstmals 1969 in der „Times“ von Daniel Lang publik gemacht.

Anders, als die meisten Kriegsfilme über Vietnam geht es hier weniger um den Krieg an sich, vielmehr ist dieser Streifen an der starren Hierarchie und dem fehlgeleiteten Ehrverständnis innerhalb des Militärs interessiert – ein Thema von höchster Brisanz, nicht umsonst reagierten die Amerikaner in Berlin sehr empflindlich, als bereits 1970 ein Film mit dem gleichen Thema auf der Berlinale vorgestellt wurde (damals aus der Hand von Michael Verheuven).

Die Version von De Palma wurde wesentlich besser aufgenommen, was wohl an der Zeit lag, die inzwischen verstrichen war, aber auch an der „Mainstreamtauglichkeit“ des Starregisseurs, der sich mit Blockbustern wie Scarface und Die Unbestechlichen einen Namen in Hollywood gemacht hatte.

Die Verdammten des Krieges indes ist alles andere als Mainstream, die Misshandlung des jungen Mädchens ist nichts für schwache Nerven, wenngleich dem Zuschauer die schlimmsten Szenen zum Glück erspart bleiben.

In der Rolle des brutalen Sergeant Meserve kann ein meisterhafter Sean Penn (Der schmale Grat, Mystic River) glänzen – auch wenn er den sadistischen Soldaten nur spielt, kommt man nicht umhin, ihn beim Anschauen des Films schlichtweg zu hassen. Auch der junge Michael J. Fox (Zurück in die Zukunft, Mars Attacks) alias Eriksson macht seine Sache gut. Er etablierte sich mit diesem Kriegsfilm nach zahlreichen Teeniekomödien als ernst zu nehmender Charakterdarsteller.

Unser Fazit zu Die Verdammten des Krieges

Die Verdammten des Krieges ist extrem beklemmend – und nichts für zart besaitete Cineasten. Ein Kriegsfilm, der den Krieg in einer seiner schrecklichsten Facetten zeigt und empfehlenswert für alle, die sich auch außerhalb der Genreklassiker umsehen möchten!

Eine Antwort auf Die Verdammten des Krieges

  1. der Tscheche 25. Dezember 2013 um 16:52 #

    Hamburger Hill???? Kein Kriegsfilm? Oder Stalingrad… Zu erwähnen ist auch Die Brücke bei Remagen. Lg

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