Die grünen Teufel

Die grünen Teufel Poster
Die grünen Teufel – ein umstrittener Propagandafilm und wertvolles Zeitdokument.

Die Story im Überblick

Colonel Mike Kirby wird mit zwei stahlharten Truppen nach Vietnam versetzt, um gegen den Vietcong zu kämpfen. Begleitet werden sie von dem kritischen Journalisten George Beckworth, der den Krieg unübersehbar ablehnt.

Ein Mann nach dem anderen verliert sein Leben. Bald ist sich Kirby sicher, dass ein Verräter unter ihnen sein muss

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Als sich in den USA Ende der 1960er Jahre langsam aber sicher der Widerstand gegen den Einsatz in Vietnam regte, wollte man mit Die grünen Teufel den alten Kampfgeist und Patriotismus wieder anstacheln.

Das mag anfangs durchaus funktioniert haben, doch schon wenige Jahre später wurde Mitregisseur John Wayne (El Dorado, Alamo) heftig kritisiert. Zu Recht, denn dieser Streifen strotzt nur so vor Schwarzweißdenken und Stereotypen. Die US-Soldaten sind die unangefochtenen Helden, der Vietcong brutale Folterer, die auch vor der Ermordung Unschuldiger aus dem eigenen Land nicht zurückschrecken – ein Dazwischen gibt es nicht.

Wayne mimt in gewohnter Manier den stahlharten Superhelden und fast möchte man meinen, es handele sich um einen alten Westernschinken, in dem Prärie und Indianer einfach durch Vietnamesen und Dschungel ausgetauscht wurden. Die Nachricht ist klar: Die Amerikaner sind die Guten, der Vietcong und der Kommunismus – das sind die Bösen.

Dennoch ist Die grünen Teufel ein wichtiges und sehenswertes Zeitdokument, zeigt dieses patriotische Kriegsspektakel, wie sich das „alte Eisen“ Hollywoods als rechtsaußen outete – und damit zum propagandistischen Instrument der Kriegspolitik wurde.

Dieses Beispiel führt vor Augen, wie mächtig Kriegsfilme zur Rechtfertigung militärischer Einsätze sein können. Nicht umsonst stiftet die US-Armee regelmäßig Material und Requisten für Hollywoodproduktionen nach „ihrem“ Geschmack (siehe auch Top Gun).

Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man dem Film aus heutiger Sicht aber auch einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen: Wenn sich der Dschungel bei näherem Hinsehen als Mischwald entuppt und sich die Leichen unübersehbar aus mit Kunstblut verschmierten Gummipuppen herausstellen, kann sich der geneigte Zuschauer das eine oder andere Lachen nicht verkneifen.

Unser Fazit zu Die grünen Teufel

Den Film Die grünen Teufel sollte man sich unbedingt ansehen – und zwar nicht, weil er so gut ist, sondern weil er so schlecht ist!

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