Deer Hunter

Deer Hunter Poster
The Deer Hunter (deutscher Titel: Die durch die Hölle gehen) ist ein schonungslos harter Kriegsfilm über die körperliche und seelische Zerstörungskraft des Krieges – und definitiv einer der brutalsten Vertreter seines Genres.

Die Story im Überblick

Vietnam 1968: Michael, Steve und Nick sind drei gewöhnliche Stahlarbeiter aus Clairton, Pennsylvania – bis sie 1968 eingezogen werden, um im Vietnam zu kämpfen. Besonders Steve fällt der Abschied schwer, denn er hat gerade erst seine große Liebe Angelina geheiratet.

In Vietnam geraten die drei Freunde in die Fänge des Vietcongs, wo sie gefoltert und gezwungen werden, Russisch Roulette gegeneinander zu spielen. Nur unter Einsatz ihres Lebens gelingt es ihnen, ihren Peinigern zu entkommen, doch physisch und psychisch werden sie nie wieder dieselben sein und nur zwei von ihnen kehren in die Heimat zurück

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

The Deer Hunter von Regisseur Michael Cimino setzte 1978 den Grundstein für die Aufarbeitung des amerikanischen Traumas Vietnam  – und war damit darauffolgenden Kriegsfilmen über Vietnam seiner Zeit voraus, stand nicht etwa das Kriegsgeschehen als solches, sondern vor allem die Nachwirkungen auf die Soldaten, im Mittelpunkt. Obwohl fast drei Stunden lang, zeigt dieser Kriegsfilm kaum Kampfszenen und gliedert sich in beinahe drei gleichlange Teile: Das glückliche Leben vor dem Krieg, die entwürdigenden Erlebnisse im Gefangenenlager und die vergeblichen Versuche, im normalen Leben wieder Fuß zu fassen.

Besonders tragisch ist die zerstörte Ehe Steves, der schwer verletzt an den Rollstuhl gefesselt nicht mehr nach Hause will und seine Frau psychisch schwer erkrankt. Diese Szenen führen auf extrem bedrückende und erschütternde Weise vor Augen, das nicht nur die Soldaten an der Front fern der Heimat, sondern auch Familie und Angehörige Opfer dieses Krieges waren. Und über all dem schwebt ständig die Metapher des Russisch-Roulette-Spiels, das wohl wie kaum ein anderes für eine brutale Sinnlosigkeit und Zufälligkeit steht – ebenso wie der Vietnamkrieg. In einer Linie mit Streifen wie Geboren am 4. Juli oder Coming Home bringt dieser Film durch die authentische Zeichnung seiner Protagonisten das Lebensgefühl einer ganzen (US-)Soldatengeneration zu Tage.

Die Besetzung ist bis ins letzte Detail durchdacht: Neben dem zweifachen Oscarpreisträger Robert de Niro (Taxi Driver), Hollywood-Legende Meryl Streep (Das Geisterhaus, Der Teufel trägt Prada) fährt auch Kultactor Christopher Walken (Die Hochzeits-Crasher, Pulp Fiction) auf – allen dreien gelang mit diesem Kriegsfilm endgültig der Durchbruch.

Einziger Kritikpunkt: Die politische Gegenseite wird stellenweise leider viel zu sehr karikiert – die hervorragende Story und die packende Inszenierung lassen den geneigten Zuschauer aber noch mal ein Auge zudrücken.

Unser Fazit zu Apocalypse Now

Zurecht mit fünf Oscars ausgezeichnet, gehört The Deer Hunter zu einem der ganz Großen seines Genres. Wer sich für die brutalen Roulette-Szenen nicht zu zart besaitet fühlt, sollte sich diesen Kriegsfilm unbedingt zulegen.

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