Coming Home – Sie kehren Heim

Coming Home - Sie kehren Heim Poster
Coming Home erzeugt auch nach 30 Jahren noch Gänsehaut – ein eindringlicher Kriegsfilm, der auch vollkommen ohne Kugelhagel und Kriegsgefecht hervorragend funktioniert.

Die Story im Überblick

USA, 1970er: Sallys Mann kämpft in Vietnam, sie fühlt sich zu Hause einsam und leer, also meldet sie sich als Freiwillige in einem Militärkrankenhaus. Dort trifft sie auf ihren ehemaligen Collegefreund Luke, der durch eine Kriegsverletzung an den Rollstuhl gefesselt ist.

Verbittert und voller Wut reagiert er auf jegliche Hilfe mit Aggressivität, doch nach und nach gelingt es Sally, eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Eine vorsichtige und behutsame Liebesbeziehung beginnt, in der Luke lernt, mit seiner Behinderung zu leben und Sally ihr bisheriges Leben zu hinterfragen.

Als ihr Mann Bob verwundet und traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrt und von ihrer Beziehung erfährt, eskalieren die Ereignisse

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Anders als viele andere Kriegsfilme konzentriert sich Hal Ashbys Coming Home nicht auf die Geschehnisse im Krieg, sondern auf den Kampf, den die Beteiligten danach kämpfen müssen.

Auch wenn keine einzige Gefechtszene zu sehen ist, so ist der Krieg in den Köpfen der Protagonisten doch allgegenwärtig. Das grausame Trauma, das er hinterlassen hat, ist den Heimkehrern deutlich anzusehen.

Als körperliche und geistige Invaliden müssen sie lernen, in einer neuen Welt nach dem Krieg zurecht zu kommen – und scheitern. Eine Thematik, die gerade vor dem Hintergrund des Dritten Irakkrieges heute aktueller ist, denn je.

Liebesgeschichten in Kriegszeiten drohen häufig ins Kitschige abzurutschen – nicht so in diesem Film, der sich dem Thema mit einer gehörigen Portion Realismus und ohne jeglichen Pathos annimmt.

Das mag nicht zuletzt an der hervorragenden Besetzung liegen: Neben der engagierten Vietnamgegnerin Jane Fonda (Das Schwiegermonster), die in ihrer Rolle der Sally zurecht einen Oscar als beste Hauptdarstellerin absahnen konnte, geben sich auch Bruce Dern (Das Geisterhaus, Monster) und Hollywood-Veteran Jon Voight (Catch-22) die Ehre.

Auch der Soundtrack kann sich sehen lassen, sämtliche Rockgrößen der 60er und 70er Jahre vermitteln das Feeling dieser außergewöhnlichen Ära zwischen Krieg und Aufbruch.

Unser Fazit zu Coming Home

Coming Home – Sie kehren heim vermittelt mit seiner betont schlichten Umsetzung wie kaum ein anderer Film eine wichtige und humane Botschaft. Wer sich ernsthaft für das Genre Kriegsfilm interessiert, sollte sich diesen Streifen unbedingt zulegen.

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