Apocalypse Now

„Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“
Apocalypse Now Poster
Apocalpyse Now ist nicht nur DER Kriegsfilm schlechthin, sondern gehört auch abseits des Genres definitiv zu einem der besten Filme aller Zeiten. Kaum ein anderer Streifen hat es geschafft, Generationen von Filmfans derart im Gedächtnis zu bleiben.

Die Story im Überblick

Kambodscha 1969: Captain Willard, ein vom Krieg gezeichneter und traumatisierter US-Soldat, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll Colonel Walter E. Kurtz liquidieren. Dieser hat sich mit seinen Männern tief im kambodschanischen Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle seiner Vorgesetzten mehr. Er hat sich ein barbarisches „Reich“ geschaffen, in dem er von den Einheimischen als Gott verehrt wird und in einem Rausch aus Chaos und Blutbädern lebt. Um ihn herum wütet der Krieg …

Captain Willard soll diesem Terror in Mitten des Terrors nun ein Ende bereiten. Er und ein Team aus vier weiteren Männern begeben sich an Bord eines Patrouillenbootes, um Colonel Kurtz aufzuspüren – eine gefährliche Odyssee beginnt, die bis in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche führt …

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Francis Ford Coppolas Apocalypse Now stellt weniger die Kampfhandlungen an der Front, als vielmehr den blutigen Wahnsinn dieses Krieges in den Mittelpunkt. Während sich andere Kriegsfilme (z.B. Der Soldat James Ryan) ganz auf das Schlachtgetümmel von Armee gegen Armee konzentrieren, werden solche klassischen Gefechtszenen vorrangig im ersten Teil des Filmes thematisiert und danach beinahe vollkommen ausgespart. Der Hauptschauplatz ist das Patrouilleboot, mit dem sich Willard und seine Männer auf die Jagd nach Colonel Kurtz begeben. Der Rest – der Krieg, der Dschungel – das alles ist nur grausame Kulisse, die die Ungewissheit über den Ausgang der Odyssee nur umso bedrohlicher erscheinen lässt.

Überzeugend wird die Geschichte um die Mission des Captain Willard durch die extreme Dichte der Erzählung und die hervorragende Darstellung des psychischen Drucks, der die Soldaten auf ihrer gefährlichen Mission begleitet. Dabei geizt Coppola nicht mit Kritik: Die desolaten Zustände des US-Militärs, das psychische Trauma, dem die Soldaten ausgesetzt sind und die mangelnde Unterstützung von Seiten der Regierung bleiben auch dem größten Patrioten mit diesem Kriegsfilm nicht verborgen. Das liegt nicht zuletzt auch an der Besetzung, die bis ins kleinste Detail perfekt gelungen ist: Martin Sheen (Departed: Unter Feinden, Catch me if you can), der mächtige Marlon Brando (Der Pate, Don Juan DeMarco) sowie der unvergessliche Dennis Hopper (Easy Rider) erschaffen grausame und bedrückende Charaktere, die einen nach dem Ansehen des Films nie wieder loslassen.

Unsere Meinung zum Soundtrack

Neben Story und Besetzung bleibt vor allem auch der Soundtrack in Apocalypse Now im Gedächtnis: Wenn The Doors den Napalm-Angriff auf das Waldstück mit ihrem Gänsehautsong „The End“ begleiten wird jedem klar, dass das hier wirklich das Ende ist. Am beeindruckendsten ist und bleibt aber der Hubschrauberangriff auf ein Dorf, begleitet von Richard Wagners Walkürenritt. Diese Szene gehört zu einer der bekanntesten der Filmgeschichte und wurde in zahlreichen Filmen wieder aufgegriffen (Jarhead).

Unser Fazit zu Apocalypse Now

Apocalypse Now ist ein gewaltiges Meisterwerk, dem es wie kaum einem anderen Film gelingt, die finsteren Abgründe der menschlichen Seele in einem sinnlosen und grausamem Krieg so eindringlich vor Augen zu führen. Der mit Abstand herausragendste Vietnamkriegs-Film und einer der besten Filme aller Zeiten – den sich auch alle ansehen sollten, die sich mit Kriegsfilmen normalerweise nicht so recht anfreunden können.

Eine Antwort auf Apocalypse Now

  1. Peter Deisenhofer 2. Juli 2013 um 21:38 #

    Hallo, hier fehlt meiner Ansicht nach der wirklich beste Film (Vietnam):
    „Die durch die Hölle gehen! 1978 Universal

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