Im Tal von Elah

Im Tal von Elah Poster
Im Tal von Elah ist ein hervorragender Kriegsfilm über die schrecklichen Auswirkungen des Krieges auf die Soldaten – und eine ganze Nation.

Die Story im Überblick

Der pensionierte Berufssoldat Hank Deerfield bekommt einen seltsamen Anruf: Sein Sohn Mike, der 18 Monate im Irak gekämpft hat und nun zurück in Amerika ist, soll desertiert sein.

Hank beschleicht ein ungutes Gefühl, denn in seinem letzten Telefonat mit Mike hatte dieser ihn verzweifelt gebeten, ihn nach Hause zu holen. Er macht sich auf die Suche nach seinem Sohn und bekommt schon bald schreckliche Gewissheit: Man findet Mikes Leiche grausam zugerichtet in der Nähe seines Stützpunktes.

Mikes Vorgesetzte scheinen an der Aufklärung des Falles kaum interessiert und Hank nimmt mit Hilfe der engagierten Polizistin Emily Sanders die Ermittlungen selbst in die Hand. Dabei stößt er in ein Netz aus Lügen und Intrigen und schnell wird klar, dass das Militär die Aufklärung des Mordes verhindern will.

Als sich Mikes ehemaliger Stubenkamerad erhängt, scheint der Fall gelöst, doch Hank glaubt nicht daran. Nach und nach muss Hank aus Erzählungen von Mikes Kameraden erfahren, dass sein Sohn nicht der Held war, für den er ihn immer gehalten hatte. Ein schrecklicher Verdacht keimt auf

Unsere Meinung zu Story und Besetzung

Starregiesseur Paul Haggis (L.A. Crash, Million Dollar Baby) nahm sich für Im Tal von Elah eine wahre Begebenheit als Grundlage: Tatsächlich wurde 2003 ein Soldat nach seiner Heimkehr im Irak grausam zugerichtet aufgefunden, zwei seiner Kameraden wurden des Mordes und der Vertuschung für schuldig befunden.

Higgis macht aus dieser Geschichte ein politisches Statement – und zeigt einmal mehr, was der Krieg aus Menschen machen kann. Fast beiläufig erzählen die jungen Soldaten von Folterung und Verhöhnung von Leichen im Irak und ihrer Unfähigkeit, sich im normalen Leben in der Heimat wieder zurecht zu finden.

Kriegsbilder bekommt der Zuschauer nur in Form von Videoschnipseln aus Mikes Handy zu sehen, anhand derer Hank versucht, die Geschehnisse zu rekonstruieren, doch diese kurzen Sequenzen verraten mehr über die desolaten Zustände im Irak und die schrecklichen Folgen auf die menschliche Psyche als manch anderer gemetzelgeladener Kriegsfilm.

Tommy Lee Jones (Zwischen Himmel und Hölle, No Country for old Men) brilliert in der Rolle des patriotischen Ex-Soldaten, der nach und nach den Glauben an sein Land und den Krieg verliert – nicht umsonst folgte eine Oscarnominierung. Auch Charlize Theron (Reindeer Games, Kaltes Land) als Polizistin und Susan Sarandon (Noel, Dead Man Walking) machen ihre Sache gut und harmonieren wunderbar mit Jones.

Unser Fazit zu Im Tal von Elah

Im Tal von Elah ist ein spannender Kriegsthriller, dem es trotz des brisanten Stoffes stets gelingt, niemals in plakative Klischees von Gut oder Böse abzudriften.

In einer Reihe mit Die Verdammten des Krieges oder Geboren am 4. Juli legt dieser Streifen das Augenmerk auf die schrecklichen Folgen des Krieges und dem Scheitern der Soldaten, zu Hause wieder Fuß zu fassen.

Ein sehr guter Kriegsfilm, der vor allem eines zeigt: Auch wenn der Krieg zu Ende ist, ist er noch lange nicht vorbei.

Keine Kommetare bis jetzt

Schreibe einen Kommentar